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Wir werden euch zukünftig nicht mehr nur auf unserem Instagram und Facebook über neue e-Learning Kurse auf unsere eLearning Plattform „Digital Medical Academy“ informieren, sondern das auch hier in unserem Blog tun. In diesem Fall handelt es sich um eine neue Überarbeitung des Kurses Cuffdruck & Entblockung.

Cuffdruck & Entblockung

Der Cuff ist der aufblasbare Ballon am unteren Ende einer Trachealkanüle. Damit soll der Raum zwischen Trachealkanüle und Luftröhrenwand rundherum abgedichtet werden, um zu verhindert, dass z.B. herunterlaufendes Sekret oder Speisereste in die Lunge gelangen.

Bei Beatmung kann der Cuff zudem gewährleisten, dass die Luft nicht an der Kanüle vorbei über die oberen Atemwege entweichen kann, sondern die Lunge erreicht. Über den Schlauch mit Prüfballon kann der Druck nach Bedarf auf- (cuffen/blocken) und abgebaut (entcuffen/entblocken) werden.

Trachealkanülen mit Cuff kommen u.a. zum Einsatz, wenn der Patient beatmet wird oder aufgrund von Schluckstörungen Aspirationsgefahr besteht. Der Cuff kann jedoch keinen hundertprozentigen Aspirationsschutz sicherstellen. Das Risiko, dass sich Furchen zwischen Cuff und Luftröhrenschleimhaut bilden, besteht dennoch.

Da die Trachea (Luftröhre) i.d.R. nicht kreisrund ist, muss ein Cuff sich bestmöglich anpassen. Je dünner und weicher das Cuffmaterial, desto einfacher sollte dies möglich sein. Je dünner hingegen das Material ist, desto eher kann es undicht werden.

Bewährt haben sich sogenannte high-low Cuffs. Die mit einem hohen (high) Cuffvolumen bei niedrigem (low) Druck arbeiten. Je größer das Cuffvolumen umso mehr Auflagefläche gibt es zur Schleimhaut und umso größer ist der Schutz vor Aspiration.
Gleichzeitig verteilt sich der Druck bei einem hohen Volumen besser und das Risiko von Druckstellen wird reduziert. Es gibt nur noch sehr wenige Kanülenmodelle ohne high-low Cuff.

Wichtig ist, dass patientenindividuell regelmäßig überprüft wird, ob eine Kanüle mit Cuff wirklich notwendig ist.

Kontraindikationen zur Entblockung

Um respiratorische oder pulmonale Komplikationen zu verhindern sollte die Entblockung in folgenden Fällen nicht durchgeführt werden:

  • Schlechter Allgemeinzustand: Wenn der Patient sich nicht in einem stabilen Allgemeinzustand befinden.
  • Erbrechen: Wenn der Patient regelmäßig erbricht, da das Risiko bestehen könnte, dass Erbrochenes und Mageninhalte bei entblocktem Cuff in die Lunge gelangen.
  • Aspirationspneumonie: Wenn eine Lungenentzündung vorliegt, weil Erbrochenes, Mageninhalt oder andere Stoffe in die Lunge gelangt sind und dort Entzündungsreaktionen hervorgerufen haben.
  • Notfallsituation: In Notfallsituationen wie z.B. bei Reanimation.

Patienten ohne Kontraindikation können folglich regelmäßig entblockt werden (z.B. einmal täglich).

Welche Ziele verfolgt diese Maßnahme?

Ziele der Entblockung ist die Pneumonieprophylaxe, Vermeidung von Druckstellen in der Trachea durch den Cuff und die Förderung der Sekretmobilisation.

Inhalt des Kurses ist:

  • Ziele der Maßnahme
  • Definition und Hintergrundwissen zur Entblockung
  • Exkurs optimaler Cuffdruck & Trachealkanülen
  • Vorbereitung der Entblockung
  • Beschreibung der benötigten Materialien
  • Theoretische Durchführung
  • Praktische Durchführung
  • Informationen zur Nachbereitung
  • Fallstudie

Schau dir dazu gerne auch unser YouTube Videos an

Teil 1: Der Cuff

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Teil 2: Trachealkanülen

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Teil 3: Entblockung und Blockung

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